Sternbild Canis Minor

 

Mit 183 Quadratgrad erscheint das Sternbild des Kleinen Hundes (lat. Canis Minor) eher zierlich am Himmel. Sein Hauptstern Procyon leuchtet dennoch auffallend hell und weiß. Der Name stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „vor dem Hund“ – dies hat den Hintergrund, dass Procyon vor dem hellsten Stern des Großen Hundes, Sirius, aufgeht.

Mythologie

Die Griechen ordneten den kleinen Hund Orion oder dem Bärenhüter zu.

Die bekanntere Version des mythologischen Ursprungs des Sternbildes stammt allerdings von einem römischen Schriftsteller. Hierin handelt es sich um den kleinen Hund Maira, ein treuer Begleiter des Ikarus. Ikarus wurde aufgrund eines Missverständnisses um einen selbst hergestellten Wein von Hirten ermordet, woraufhin Maira die Tochter der Familie, die Jungfrau Erigone, zur Leiche seines Herrchen führte. Um den Schmerz des Verlustes nicht weiter ertragen zu müssen, nahm sie sich selbst das Leben. Schließlich wurden sie und der kleine Hund in den Himmel gesetzt.

Visualisierung

Das Sternbild ist überall auf der Erde sichtbar, außer vom Inneren der Antarktis. Am Besten kann der kleine Hund im Winter beobachtet werden. Sein Hauptstern Procyon ist dank seiner Helligkeit leicht südlich der Zwillinge und zwischen dem Einhorn und dem Orion zu finden.