Sternbild Altar

Steckbrief

Lateinischer Name
Ara
Hemisphäre
Südliche Hemisphäre
Sichtbarkeit
Juni - August
Fläche
237 deg²
Hellster Stern
β Arae (HIP Nummer 85258)
Besonderheit
Kugelsternhaufen, Offene Sternhaufen
Sternbild Altar

Das Sternbild Altar (lat. Ara) wurde bereits in der Antike entdeckt. Es ist eines der 48 Sternbilder, die von dem griechisch-römischen Astronom Ptolemäus beschrieben wurden und noch heute bekannt sind. Es ist eine kleine Sternkonstellation des Südhimmels und beinhaltet verschiedene Sternhaufen.

Hemisphäre, Sichtbarkeit und Fläche

Altar zählt mit einer Fläche von rund 237 Quadratgrad zu einem eher kleinen Sternbild. Seine simple Form des Buchstaben H, welches ein Altar darstellen soll, macht es dennoch zu einem sehr einprägsamen Sternbild.

Es liegt am südlichen Nachthimmel und hat als nördlichen Nachbarn das bekannte Sternbild Skorpion. Im Osten grenzt es an dem Pfau und dem Teleskop, während es im Süden den Paradiesvogel als Nachbarn hat. Auf der westlichen Seite befinden sich das Winkelmaß und das Südliche Dreieck.

Aufgrund seiner Lage ist es von Europa nicht sichtbar. Und auch grundsätzlich ist es nicht leicht am Nachthimmel zu finden, da es inmitten der Milchstraße liegt, einem Bereich mit sehr vielen Sternen.

Die beste Jahreszeit, um das Sternbild Altar zu sehen sind die Sommermonate.

Der hellste Stern β Arae ist rund 600 Lichtjahre entfernt und befindet sich sehr zentral im Sternbild. Er ist ein roter Überriese, also ein sehr ausgedehnter Stern, der sich am Ende seiner Entwicklung befindet. Wäre der Stern mit seiner Größe in unserem Sonnensystem, so würde er fast die Hälfte der Entfernung zwischen Sonne und Erde ausmachen.

Besonderheiten im Sternbild

Durch die Konstellation zieht sich die Milchstraße, was nicht nur für besonders viele Sterne sorgt, sondern auch für offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen.

Der größte offene Sternhaufen ist der NGC 6167, welcher auf der Grenze zum Sternbild Altar liegt. Er hat eine scheinbare Helligkeit von 6,7 mag und ist dementsprechend nicht leicht am Himmel zu finden. Dennoch wurde er schon 1826 von James Dunlop entdeckt.

Im selben Jahr hat er mit Hilfe eines großen Spiegelteleskops auch den Kugelsternhaufen NGC 6362 entdeckt. Dieser Sternhaufen ist rund 25.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt und ist ebenfalls mit einer scheinbaren Helligkeit von 8,9 mag nicht besonders hell.

Geschichte und Mythologie

Die erste Benennung des Sternbilds führt zurück in das vierte Jahrhundert vor Christus. Denn dort legt der griechische Wissenschaftler und Philosoph Eudoxos von Knidos den Namen fest. Laut ihm stellte das Sternbild einen Räucheralter dar, auf welchem die Kentauren und Cheiron einen Wolf opferten.

Während in der griechischen Mythologie die Kentauren Fabelwesen mit einer Kreuzung aus Mensch und Pferd sind, ist Cheiron der Enkel der Gaia, die personifizierte Erde und Gottheit.

Eine andere Theorie hingegen sagt, dass es sich bei dem Sternbild um den von Hephaistos gebauten Altar handelt, an dessen sich die Götter gegen die Titaten verschworen.

Hephaistos ist in der griechischen Mythologie der Gott des Feuers und der Vulkane. Dies beinhaltet auch die künstlerische Fähigkeit des Schmiedens.