Sternbild Pegasus

 

Am nördlichen Himmel erstreckt sich Pegasus mit einer Fläche von 1.121 Quadratgrad und ist somit das siebtgrößte der 88 modernen Sternbilder. Benannt ist es nach dem beflügelten Pferd der griechischen Mythologie.

Geschichte

In der Geschichte unseres Sonnensystems ist der 51 Pegasi der erste Stern, bei dem ein Planetensystem nachgewiesen wurde. Als man die Daten des Spektrums ausgewertet hatte, offenbarte sich, dass ein Planet, groß wie der Jupiter, diesen Stern umkreist. Das heutige Pegasussternbild hat sich aus der alten babylonischen Konstellation IKU ergeben. Es wurde bereits von Ptolemäus als eines der 48 Sternbilder der Antike beschrieben.

Mythologie

In der griechischen Mythologie entsprang Pegasus aus dem Körper der Medusa, der einst schönen jungen Frau, die von Poseidon vergewaltigt und anschließend in ein schlangenköpfiges Ungeheuer verwandelt wurde. Als der Held Perseus ihrem unwürdigen Leben ein Ende setzte, wurde Pegasus geboren. Das Flügelross entfloh und wurde später von Bellerophon eingefangen, der mit ihm zahlreiche Abenteuer erlebte. Zusammen erlegten sie das Ungeheuer Chimaira, woraufhin Bellerophon als Liebling der Götter galt. Als er aber zu ihnen in den Olymp aufsteigen wollte, zog er sich den Zorn des Zeus zu. Zeus sandte eine Bremse aus, die Pegasus stach. Das Ross scheute und warf Bellerophon ab, der den Sturz auf die Erde zwar überlebte, aber blind und gelähmt wurde. Pegasus flog weiter zum Olymp und trug seither die Blitze und den Donner des Zeus. Zum Dank für seine vielen Heldentaten wurde Pegasus schließlich in den Himmel gesetzt.

Visualisierung

Das Sternbild Pegasus enthält acht Sterne mit bekannten Planeten. Der Rumpf des fliegenden Pferdes stellt das markante Viereck dar, das aus den Sternen α, β, γ und Sirrah (ein Stern der Andromeda) gebildet wird. Aus diesem Quadrat erstrecken sich die Beine und der Hals des Pegasus. Das Sternbild kann in den Breiten zwischen 90° und -60° gesehen werden und ist am besten sichtbar um 9:00 Uhr im Laufe des Monats Oktober. Der hellste Stern im Sternbild ist Epsilon Pegasi, auch als Enif (Nase) bekannt. Es ist ein orangefarbener Supergigant mit einer Entfernung von 672 Lichtjahren.

Das Sternbild ist aufgrund seiner Größe mit vielen Sternbildern benachbart. Im Norden befinden sich der Schwan und die Eidechse, im Westen Delfin, Fuchs und Füllen, im Osten Andromeda und Fische, im Süden der Wassermann.