Sternbild Reticulum

 

Mit einer Fläche von 114 Quadratgrad ist das Netz (lat. Reticulum) das siebtkleinste Sternbild am Himmel. Der hellste Stern ist Alpha Reticuli, ein gelber Unterriese mit der hundertfachen Leuchtkraft der Sonne und der Magnitude von 3,3.

Geschichte

Nach der Erfindung des Teleskops benannte der französische Astronom Nicolas de Lacaille einige Sternbilder des Südhimmels, die vorher noch nicht erkannt wurden. Anders als die 48 Sternbilder der Antike, die Namen mythologischer Figuren tragen, verwendete er für die neuen Konstellationen häufig Namen technologischer Neuheiten. Das Netz soll allerdings kein herkömmliches Fangnetz darstellen, sondern das Fadenkreuz, mit dem de Lacaille die Winkelabstände der Sterne dimensionierte.

Visualisierung

Die Sterne α, β, δ und ε bilden eine Raute, während sich γ im Inneren befindet. Das Netz ist am Besten im Winter am Südhimmel zu sehen und liegt zwischen den Sternbildern Pendeluhr, Schwertfisch und Hydrus.