Sternbild Cassiopeia

 

Das Sternbild der Kassiopeia (lat. Cassiopeia) befindet sich am Nordhimmel und erstreckt sich über eine Fläche von 598 Quadratgrad. Es ist damit etwas größer als das Sternbild des Kepheus. In der Nähe des Sterns β Cassiopeiae verläuft der Nullmeridian des Himmels.

Geschichte

Kassiopeia gehört zu den 48 Sternbildern der Antike. 1572 beobachtete Tycho Brahe eine Supernova in der Kassiopeia. Im 17. Jahrhundert wurde versucht, das Sternbild nach Maria Magdalena umzubenennen, der Vorschlag setzte sich jedoch nie durch.

Mythologie

In der griechischen Mythologie handelt es sich bei Kassiopeia um die Ehefrau des äthiopischen Königs Kepheus und die Mutter von Andromeda. Sie zog den Zorn der Götter auf sich, weil sie behauptete noch schöner zu sein als Nereiden, die zur gleichen Zeit lebten und als der Inbegriff der Schönheit galten. So wurde ein Seeungeheuer in Form eines Walfisches ausgesandt, um die Küsten des Königreiches zu verwüsten. Laut eines Orakels konnte das Unglück nur abgewendet werden, indem das Königspaar ihre Tochter opfere. So wurde Andromeda an einen Felsen gekettet und ihrem Schicksal überlassen, doch bevor sich ihr das Seeungeheuer nähern konnte, wurde sie von Perseus gerettet. Zum Andenken dieser Geschichte wurden alle Beteiligten nach ihrem Tod in den Sternenhimmel gesetzt.

Visualisierung

Das Sternbild der Kassiopeia besteht aus fünf Sternen, die den Buchstaben W bzw. M formen, weswegen es häufig auch als Himmels-W oder Himmels-M bezeichnet wird. Die Spitze der Mitte des W deutet in Richtung des Polarsterns. Das Sternbild ist zirkumpolar, also das ganze Jahr über zu sehen, am Besten allerdings im Herbst. Es liegt zwischen den Sternbildern Andromeda, Kepheus, Perseus, Eidechse und Giraffe.