Sternbild Canes Venatici

 

Das Sternbild der Jagdhunde (lat. Canes Venatici) breitet sich mit 465 Quadratgrad am Nordhimmel aus. Es wird aus den Sternen Cor Caroli (α, Herz des Karl) und Chara (β) gebildet.

Geschichte

In der Antike wurde das Sternbild dem Großen Bären zugeordnet. Später, etwa im neunten Jahrhundert, wurden die Sterne aufgrund eines Übersetzungsfehlers dem Bärenhüter zugeordnet. Bei der Übersetzung aus dem Griechischen in das Arabische fehlte das Wort für den „Knüppel“ des Bärenhüters, so wurde es als „Stange mit Haken“ (al-`asa dhat al-kullab) umschrieben. Eine Verwechslung von „kullab“ mit „kilab“ (Hund) führte dazu, dass die heutigen Jagdhunde als „Stange mit Hunden“ des Bärenhüters gesehen wurden.

Der hellere Stern der Konstellation soll an die englischen Könige Karl I. und II. erinnern. Er soll am Hinrichtungstag im Jahre 1649 von Karl I. besonders hell geleuchtet haben, sodass der englische Kartograf Francis Lamb 1673 den Stern nach ihm benannte. Erst im Jahr 1688 wurden die beiden Sterne als eigene Konstellation durch Johannes Hevel in die Himmelskarte eingeführt.

Visualisierung

Die Jagdhunde liegen zwischen den Sternbildern Bärenhüter, Großer Bär und Haar der Berenike. Unterhalb der Deichsel des großen Wagens kann es am Nordhimmel am Besten im Winter und Frühjahr beobachtet werden.