Sternbild Andromeda

 

Andromeda ist eines der von Ptolemäus beschriebenen Sternbilder der Antike und zeigt sich im nördlichen Sternenhimmel. Das Besondere an diesem Sternbild ist M31, der Andromedanebel: Er ist in etwa so groß wie die Milchstraße und mit dem bloßen Auge sichtbar, es handelt sich um die nächstgelegene Spiralgalaxie.

Mythologie

In der griechischen Mythologie war Andromeda die einzige Tochter des Königs Kepheus und der Kassiopeia. Zur gleichen Zeit lebten die Nereiden, 50 Töchter des Titanen Nereus und seiner Frau Doris. Jede einzelne jener 50 Frauen galten als die Definition der Schönheit in der Antike. Poseidon nahm eine von ihnen zur Frau. Als Kassiopeia, getrieben von ihrem Eitel, sich und ihre Tochter als die schönsten Frauen der Welt bezeichnete, wurde Poseidon gedrängt ein Meeresungeheuer in Form eines Walfisches zu entsenden, um die Küste von Kepheus Reich zu verwüsten. Um seine Untertanen zu schützen suchte er ein Orakel auf. Dieses besagte, dass er Andromeda opfern müsse, um die Wut des Meeresgottes und seiner Gattin zu besänftigen. Demnach kettete er seine einige Tochter an einen Felsen, die voller Angst auf ihr Schicksal wartete. Als sich das Seeungeheuer Cetus der Jungfrau näherte, erschien der Held Perseus. Dieser erkannte die Schönheit und die Unschuld der jungen Frau und rettete sie vor dem Tod, indem er das Ungeheuer vernichtete. Später nahm Perseus Andromeda zur Frau. Zur Erinnerung dieser Geschichte wurden alle Beteiligten als Sternbild in den Himmel gesetzt.

Visualisierung

Andromeda ist ganzjährig für mindestens eine Stunde am nördlichen Sternenhimmel zu sehen. Die drei hellsten Sterne befinden sich etwa in einer Linie. Nördlich der Andromeda ist bei guten Wetter- und Lichtverhältnissen die Galaxie M31 als leuchtender Nebelfleck zu erkennen. Während sich die Sterne der Konstellation nur etwa 1200 Lichtjahre von der Erde entfernt befinden, ist die Entfernung zum Andromedanebel mit 2,7 Millionen Lichtjahren deutlich größer. Das Sternbild befindet sich zwischen dem Dreieck, den Fischen, Pegasus, Kassiopeia und Perseus.