Der Polarstern

 

Der Polarstern wird auch Nordstern, Stella Polaris oder Polaris genannt, resultierend aus seiner Position, als nächster Stern zum Nordpol am Nachthimmel. Er verfügt über eine scheinbare Helligkeit von ca. 2 mag, was relativ hoch ist. Allerdings ist er nicht wie oft fälschlicherweise geglaubt der hellste, von der Erde aus sichtbare, Stern. Auf der Liste der hellsten Sterne befindet sich der Polarstern nur auf Platz 47.

Was ist so besonders am Polarstern?

Die Besonderheit des Sterns besteht darin, dass er seinen Standort während der Nacht nicht verändert, sondern immer an der gleichen Stelle zu finden ist. Somit kann mit Hilfe des Polarsterns circa die Richtung zum geografischen Nordpol herausgefunden werden. Auf diese Weise wird der Polarstern häufig als Orientierungshilfe am Nachthimmel verwendet. Er ist das ganze Jahr von der Nordhalbkugel aus am Nachthimmel zu finden, aber nie von der Südhalbkugel aus.

Der Polarstern und die Sternbilder

Er ist der hellste Stern im Sternbild kleiner Bär, auch kleiner Wagen genannt, dieses ähnelt dem des großen Bären (bzw. großen Wagens). Die Deichsel des kleinen Wagens zeigt in Richtung des Himmelspols. Der Polarstern bildet das Deichselende des Wagens, bzw. das Schwanzende des kleinen Bären. Da der Polarstern momentan sehr nahe am nördlichen Himmelspol steht, scheint sich das Sternbild auf diese Weise um den Polarstern zu drehen. Das Sternbild des kleinen Bären ist im Gegensatz zum Sternbild der großen Bärin weniger hell und daher bei starker Lichtverschmutzung weniger gut aufzufinden. Dieses Sternbild ist damit ein guter Gradmesser, um die Dunkelheit des Nachthimmels bzw. die Lichtverschmutzung abzuschätzen.

Wie findet man den Polarstern?

Um den Polarstern am Himmel zu finden, kann man sich einfach am Sternbild des großen Wagens orientieren, indem man einen imaginären Strich durch die beiden Sterne, die das Hinterende des Wagens bilden zieht. Verlängert man diesen (etwa um die fünffache Länge), landet man direkt beim Polarstern.