Sternenpark Westhavelland

Sternenpark Westhavelland

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Sternpark Westhavelland

Der Sternpark Westhavelland besteht aus dem Gebiet des Naturparks Westhavelland sowie der Gemeinde Schollene. Nur etwa 70 km westlich von Berlin, nahe der Grenze Sachsen-Anhalts, befindet sich das 1.380 Quadratkilometer große Areal. Durch die dünne Besiedelung und somit die Abwesenheit größerer Ortschaften ist ein erstklassiger Blick in den dunklen Nachthimmel möglich, sodass die Milchstraße in vollem Glanze erkennbar ist.

Der erste Sternpark in Deutschland

Seit 2014 ist das Gebiet zum ersten Sternpark Deutschlands durch die International Dark Sky Association (IDA), der Internationalen Gesellschaft zum Schutz des dunklen Nachthimmels, gekürt worden. Er bietet nun Sternfreunden die Möglichkeit der wachsenden Lichtverschmutzung in den Großstädten zu entfliehen. Aufgrund der Einhaltung eines Beleuchtungsplans sowie einer Zone ohne Beleuchtung weist das Gebiet als eines der wenigen in Deutschland einen noch annähernd natürlich dunklen Nachthimmel auf.

Das Areal wird in drei Zonen unterteilt: Die Kernzone, mit nahezu natürlicher Dunkelheit; die an diese Zone anschließende Pufferzone (5-10 km) sowie die Außenzone. Durch infrastrukturelle Abgrenzungen kann auf diese Weise künstliche Beleuchtung in der Kernzone größtenteils verbannt werden.

Warum schützt man den dunklen Nachthimmel?

Durch die Ernennung von geographischen Gebieten zu Sternparks und deren Schutz soll mehr Bewusstsein für Lichtverschmutzung geschaffen werden. Darunter fällt der bewusste Umgang mit künstlichem Licht zum Schutz der Nacht, der Gesundheit des Menschen und des Lebensraumes nachtaktiver Tiere. Lichtverschmutzung meint die Aufhellung der Nacht durch künstliches, durch den Menschen verursachtes Licht, welches immer mehr als störender Einfluss auf die Flora und Fauna und auf die biologischen Tag-Nacht-Zyklen anerkannt wird. Weltweit hatte die IDA bis 2014 nur 24 Sternenparks ausgezeichnet, acht davon in Europa.

German (Austria)
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